Extrem schön und unglaublich gut

fand ich dieses Buch von Jonathan Safran Foer.

Zum Inhalt: Nachdem Oskars Vater bei den Anschlägen auf das WTC am 11.9.01 ums Leben kommt, ist für den neunjährigen verständlicherweise nichts mehr so, wie es vorher einmal war.  

Als er wenig später im Zimmer seines Vaters eine Vase mit einem geheimnisvollen Schlüssel findet, macht Oskar sich auf die Suche nach dem passenden Schloss dazu. Seine Reise führt ihn kreuz und quer durch New York (hauptsächlich zu Fuß, da er öffentliche Verkehrsmittel meidet), vielen skurrilen, liebenswerten, verrückten und interessanten Persönlichkeiten darf er dabei begegnen.

Parallel dazu wird in Briefform die Geschichte von Oskars Großvater erzählt, der eines Tages, noch vor der Geburt von Oskars Vater einfach verschwunden und nie mehr aufgetaucht ist. All diese Briefe sind adressiert an „mein ungeborenes Kind“.

An diesem Buch haben mich mehrere Dinge begeistert. Zum einen der Charakter des  Oskar Schell, absolut überzogen und dennoch wunderbar nachvollziehbar dargestellt. 

Die Geschichte an sich, die in einem locker-flockigem, fast witzigen Ton geschrieben ist, und dabei doch immer diesen traurigen Unterton mitschwingen lässt.

Die Aufmachung des gesamten Buches: leere Seiten, viele schwarz-weiß Fotografien, mit Rotstift korrigierte Texte, und vieles mehr.  

Für mich fast 400 Seiten absoluter Lesegenuss, und eines der Bücher, die einem auch nach dem Lesen noch länger in Erinnerung bleiben.

Lieblingszitat daraus: „Life is scarier than Death“ – hat doch was Wahres, oder?

Ähnlichkeiten habe ich unter anderem zu Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone
entdecken können, da auch diese Geschichte aus Sicht eines etwas anderem (in diesem Fall autistischem), aber nicht weniger liebenswertem Jungen erzählt wird, aber auch zu Der Schatten des Windes, weil auch hier ein Junge durch eine Stadt zieht (in diesem Fall Barcelona), auf der Suche nach einer Lösung zu seinem ganz persönlichen Rätsel.

Bitte, bitte, mehr solche Bücher!

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Eine Antwort zu “Extrem schön und unglaublich gut

  1. Hallo playtypus
    Ich habe es als Hörbuch genossen, fand es auch super, habe an gewissen Stellen herzhaft gelacht und bin zum gleichen Resümee gelangt wie Du.
    Wenn ich jetzt aber lese, dass das Buch ebenso speziell gestaltet ist, wird das eine Zeile auf meiner Wunschliste (nebst Deinen weiteren Empfehlungen).
    Danke!
    Liebe Grüsse
    Susanne

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