THE BOOK THIEF – DIE BÜCHERDIEBIN

Der Mai ist fast vorbei und anstatt euch eine Liste aller meiner im Mai gelesenen Bücher abzuliefern, möchte ich mich lieber etwas näher mit dem Buch beschäftigen, das ich gerade vor fünf Minuten beendet habe, nämlich

The Book Thief von Markus Zusatz

Kurzbeschreibung laut Amazon
Selbst der Tod hat ein Herz … Molching bei München. Hans und Rosa Hubermann nehmen die kleine Liesel Meminger bei sich auf – für eine bescheidene Beihilfe, die ihnen die ersten Kriegsjahre kaum erträglicher macht. Für Liesel jedoch bricht eine Zeit voller Hoffnung, voll schieren Glücks an – in dem Augenblick, als sie zu stehlen beginnt. Anfangs ist es nur ein Buch, das im Schnee liegen geblieben ist. Dann eines, das sie aus dem Feuer rettet. Dann Äpfel, Kartoffeln und Zwiebeln. Das Herz von Rudi. Die Herzen von Hans und Rosa Hubermann. Das Herz von Max. Und das des Todes. Denn selbst der Tod hat ein Herz. „Die Bücherdiebin“ ist eine Liebesgeschichte, eine Hommage an Bücher und Worte und eine Erinnerung an die Macht der Sprache, die im Roman von Markus Zusak viele Facetten zeigt: den lakonisch-distanzierten Ton des Erzählers, Poesie und Zuversicht – und die reduzierte Sprache der Nazipropaganda.

Ich habe dieses Buch im Februar in Irland gekauft, und es musste erst eine Weile bei mir „reifen“, bevor ich es dann letzte Woche wieder in die Hand genommen habe.

Von der ersten Seite an war ich vom Stil und vor allem von der Idee, den Tod als Erzähler auftreten zu lassen (und das, ohne die Geschichte dadurch ins Lächerliche zu ziehen oder gar makaber zu wirken), restlos begeistert. Während die ersten hundert Seiten (oder so) noch von vielen Beschreibungen und teilweise etwas verwirrenden Zeitsprüngen leben, wird es danach so richtig spannend, und man hadert ständig mit sich selbst. Einerseits will man nicht mehr aufhören zu lesen, andererseits möchte man, dass dieses Vergnügen noch möglichst lange andauert.

Am Ende war ich den Tränen nah (und das passiert mir wirklich nur sehr selten, erst recht beim Lesen), und das obwohl der Autor seinen trockenen, prägnanten Schreibstil bis zum Schluss durchzieht, ohne jemals rührselig oder kitschig zu werden. Aber irgendwie hatte ich einfach das Gefühl, dabei gewesen zu sein.

Es ist zwar erst Mai, aber dieses Buch hat beste Chancen mein Lieblingsbuch 2008 zu werden.

Allen, die es sich zutrauen würde ich auf jeden Fall empfehlen es auf Englisch zu lesen, es gibt allerdings auch schon eine deutsche Übersetzung, nämlich:Die Bücherdiebin
Zu meinen restlichen Maibüchern werde ich morgen etwas ausführlicher schreiben

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2 Antworten zu “THE BOOK THIEF – DIE BÜCHERDIEBIN

  1. Ich finde auch, dass es sehr interessant klingt, es könnte mir gefallen.

  2. Hui, dann muss ich meinen Große-Schwester-Bücherei-Ausweis wohl mal wieder rauskramen, nach dem ich diese Woche mit „Rot“ von Nora Roberts endlich fertig geworden bin 😀

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