Gelesen im Februar 2008

Phillip Pullman: Das Bernsteinteleskop, 592 Seiten
Dritter und letzter Teil der Kompass-Trilogie. Wie schon die beiden Bände zuvor nette Fantasy-Unterhaltung für zwischendurch, nicht mehr aber auch nicht weniger. Dafür dass es eigentlich ein Kinderbuch sein soll, fand ich die Geschichte teilweise sehr verwirrend und brutal.
Gut gefallen hat mir die Idee mit dem Dämon, der untrennbar mit seinem Menschen verbunden ist und so etwas wie dessen Seele ausserhalb des Körpers darstellt.
Leider reichte diese nette Idee nicht ganz aus, die Spannung über drei Bände lang aufrecht zu erhalten.
Cecelia Ahern, PS: I love you, 512 Seiten, englisch
In Irland gekauft und sofort verschlungen. Ja, es ist eindeutig ein Frauenbuch, ja, es drückt stellenweise gewaltig auf die Tränendrüse und ja, es ist eigentlich zu unrealistisch um wirklich ernst genommen zu werden. Trotzdem hat mir gefallen, mit wie viel Humor die Autorin an eine eigentlich bedrückende Sache herangegangen ist, und wie sie es geschafft hat dieses Thema in ein lockig-flockiges Buch zu verwandeln ohne dabei oberflächlich zu wirken. Hinzu kommt der irische Slang, der im Original an manchen Stellen gut herauskommt und den ich sowieso schon lange ins Herz geschlossen habe.
William Goldman, Die Brautprinzessin, 424 Seiten
Unbedingt lesenswert. Eigentlich kann ich zu dieser Geschichte nicht viel sagen, ausser: Selber lesen. Ich habe als Kind schon den dazugehörigen Film „Die Braut des Prinzen“ geliebt, und mich jetzt als Erwachsene vom dazu gehörenden Buch fesseln lassen. 
Wer ein Faible für skurrile Märchen hat wird dieses Buch einfach lieben. Versprochen.
Terry Pratchett, Hohle Köpfe, 384 Seiten
Ein Scheibenweltbuch, in dem es wieder mal um meine geliebte Wache geht. Nicht mehr ganz so zum Brüllen wie „Helle Barden“, das erste Buch aus der Wachenreihe aber wieder unglaublich komisch mit der liebenswertesten Stadtwache, die man sich vorstellen kann. Würd ich auf jeden Fall als eines von Terrys besseren Büchern einreihen.
Marina Lewycka, Caravan, 380 Seiten
Dieses Buch habe ich weitervererbt bekommen von jemanden, der es bis ungefähr Seite hundert gelesen hat, und dem es nicht gefallen hat. Ich kann es verstehen. Ich konnte anfangs mit diesem Buch gar nichts anfangen. Weder gefiel es mir sprachlich, noch schien die Geschichte richtig in die Gänge zu kommen. Das ändert sich auch bis zum Schluss nicht. Was sich ändert, ist die eigene Denkweise gegenüber Gastarbeitern, wenn man so knallhart serviert bekommt, was diese in Europa für ein paar Euro mehr bereit sind durchzumachen.
Der Roman ist erfunden und spielt in England und trotzdem bleibt das Gefühl, dass es genauso bei uns um die Ecke passieren könnte.
Alles in allem war der Februar sowohl qualitativ als auch quantitativ ein super Lesemonat, da wird sich der März wohl schwer tun anzuschließen. Wobei er ja schon serh vielversprechend anfängt, denn momentan reise ich gerade mit Tony Hawks mit dem Kühlschrank durch Irland.
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